In meiner Kindheit haben wir oft Soldaten im Sperrgebiet am Kugel-Berg beobachtet. Dennoch wusste niemand, was in dem Wald vor sich geht“, erzählt Anita während sie ein massives Stahltor öffnet. Die Wissenschaftlerin führt uns, an einem brummenden Generator vorbei, in eine geheimnisvolle Parallelwelt namens „Forte Beisner, Opera 4“. „Die unterirdische Kasernen- und Bunkeranlage war bis 1991 in Betrieb“, weiß Anita, Vize-Obfrau des Vereins LandScapes, der sich um die Erhaltung von Forte Beisner bemüht und Führungen anbietet. Sie geleitet uns durch die gut erhaltenen, ewig scheinenden Gänge zu Mannschafts- und Kommandoräumen sowie zu zahlreichen von außen nicht erkennbaren Stellungen im Berg. Die Verteidigungsanlage hätte im Kalten Krieg zusammen mit weiteren in Hügeln und Bergen der Umgebung verborgenen Stellungen das Vorrücken von aus dem Osten einfallenden Feinden aufhalten sollen. Zum Einsatz kam sie, wie zahllose weitere vom Mussolini-Regime als Teil des Vallo Alpino (Alpenwall) auch in den Karnischen Alpen errichtete Militäranlagen, glücklicherweise nie. Anders verhält es sich mit älteren, weniger deutlich sichtbaren Kriegsspuren in den Julischen Alpen südlich des Kanaltals: Denn im Ersten Weltkrieg verlief hier eine erbittert umkämpfte Gebirgsfront.

Kanaltal – Foto-Impressionen von Carlo Spaliviero

Carlo Spaliviero ist Apotheker in Tarvisio. Und Fotokünstler. Er fotografiert mit großer Begeisterung seine Heimat. Besonders schöne seiner Fotos sind etwa im prächtigen Bildband „Tarvisio – seine Wälder, Berge, Gewässer und Menschen“ zu bestaunen. www.carlospaliviero.it
www.farmaciaspaliviero.com

Heute Wanderweg, einst Militärweg

Um die militärischen Bauwerke in den Bergen zu erreichen, wurden zahllose Wege samt vieler kurzer Tunnels mühevoll angelegt. Damit Kriegsgerät, insbesondere von schwer beladenen Maultieren, bergwärts getragen werden konnte, mussten die Wege breit und was die Steigung betrifft moderat sein. Heute entpuppt sich das als Glücksfall für Wanderer. Auf einem dieser alten Kriegswege begleitet uns Anita, die geprüfte Bergwanderführerin ist, vom Forte Beisner, auf den Nebria, einen 1200 Meter hohen Berg, direkt oberhalb des Tals. Die Perspektive von oben auf das Kanaltal mit Valbruna, Ugovizza und Malborghetto ist eindrucksvoll und lädt dazu ein, die Gedanken schweifen zu lassen.

Berge an der Grenze

Dass der Nebria der Hausberg von Ugovizza ist wird bei einem Blick nach Norden klar. Der Ort liegt praktisch unter uns. Weiter nordwärts breitet sich eine dicht bewaldete Berglandschaft aus. Sie wird durch ein Längs- und mehrere Quertäler geteilt. Das Richtung Österreich zeigende enge Nord-Süd-Tal heißt Valle di Ugovizza und führt uns aus dem namensgebenden Ort bergauf zu den von Alm- und Holzwirtschaft geprägten Seitentälern. Charakteristisch für diesen Bereich der Karnischen Alpen sind neben den Wäldern die relativ sanften, bis unweit der Gipfel bewaldeten, grasbewachsenen Bergrücken. Ein Paradies für genießerisches Wandern. Empfehlenswert ist, sich für die eine oder die andere Seitentalseite zu entscheiden und östlich etwa den Monte Acomizza (1812 m) und via Almkapelle Madonna della Neve (Maria Schnee) den Oisternig (2052 m), den östlichsten 2000er der Karnischen Alpen, zu erwandern. Oder westlich den prächtigen Monte Cocco (1941 m) sowie den nahen Cima Bella (Schönwipfel, 1912 m) zu genießen. Die Schönheit und Unterschiedlichkeit der Seitentäler, etwa Val Rauna, Val Uque oder Val Filza, lässt sich besonders gut auf der „Puanina Tour“ erkunden. Diese Rundwanderung, die in gemütlichen Teilen oder in sportlicher, voller Länge (18,5 km, 1000 hm, 8 Std., mittelschwer), machbar ist, vermittelt Einblicke in die Alm- und Holzwirtschaft der Region. Wie schön, dass sie an mehreren Einkehrhütten vorbeiführt. Unser Favorit ist das Rifugio Gortani am Anfang des Val Rauna. Die Suppe mit Gerste und Bohnen ist immer wieder ein Genuss und die erstmals probierte Pasta mit klein geschnittenen Wurststücken und Zucchini war ein phänomenales Geschmackserlebnis.

Prächtige Berge, einladende Täler

Im Südwesten des Nebria-Gipfels, von dessen Rundumblick wir nicht genug bekommen, breiten sich saftig-grüne Wiesen und Felder aus. Dort, am Beginn des Val Saisera, liegt das Bergsteigerdörfchen Valbruna. Mitten in der Idylle versteckt sich mit „Dolci di Irma“ DER Hotspot für Liebhaber hausgemachter Torten, Kuchen und Strudel. Besonders gut schmecken die Dolci, wenn man davor wandern war. Wie schön, dass im Ort ebenso wie im breiten Talboden aus, der bis weit ins Val Saisera reicht, zahlreiche Ausgangspunkte für gemütliche Rundwanderungen ebenso wie für wunderschöne mittelschwere Touren auf uns warten.

Eine davon führt auf den Jôf di Somdogna (1889 m), von wo aus die Perspektive auf die monumentalen Nordwände des Montasio umwerfend ist. Ein anderer Weg führt vom Tal aus via Sella Prasnig zum Rifugio Pellarini, der Berghütte, die Ausgangspunkt für viele Alpin- und Klettertouren in der Nähe ist. Wunderschön ist auch die Wanderung durch den Wald zur Alpe Rauna samt Zita Kapelle, die zu Ehren der letzten österreichischen Kaiserin auf einer beschaulichen, sonnigen Almwiese errichtet wurde, als die Gegend noch zu Österreich gehörte.

Erfahrenen Bergsteigern vorbehalten sind Touren auf Montasio (2754 m) oder Jôf Fuârt (Wischberg, 2666 m), die ebenfalls im Val Saisera beginnen. „Die nordseitigen Routen auf die beiden bekannten Gipfel der Julischen Alpen sind sehr schwierig und lang. Ratsam ist es, sie mit einem ortskundigen Bergführer in Angriff zu nehmen“, betont Ennio Rizzotti, der als Bergretter die Schönheit und die Tücken der Julischen Alpen bestens kennt. Weiters findet sich im Tal der „Themenparks Erster Weltkrieg“ mit mehreren Rundwegen, die Einblicke in viele Details des irrwitzigen Gebirgskriegs ermöglichen. Dort, wo man im Tal nur noch zu Fuß weiterkommt, wurde auf einem ehemaligen Militärgelände ein Hideaway der Extraklasse geschaffen: Das Kile Alpin Resort. Schöner, einsamer, edler und idyllischer kann man als Natur- und Bergliebhaber nicht urlauben. Teilen muss man die Pracht nur mit den auf der nahen Alm weidenden Kühen und Pferden der regionalen Bauernfamilie, die etwas talauswärts das sympathische Agriturismo Prati Oitzinger betreibt. Er bietet gemütliche Zimmer im idyllisch gelegenen Bauernhaus. In der primär an Wochenenden geöffneten Einkehr werden aus selbsthergestellten Produkten zubereitete Speisen serviert. Pferde-Trekkings und Kutschenrundfahrten gibt es auch.

Mitternachts- oder Mittagskofel? Beides!

Südlich des Nebria, von dem wir uns gar nicht lösen können, erspähen wir einen markanten, im Gipfelbereich felsig-unwirtlich wirkenden Berg. „Das ist der Malborgheter Mittagskofel (2087 m), dessen italienischer Name Jôf di Miezegnot lautet“, klärt uns Anita auf. „Mittagskofel“ heißt er, weil die Sonne Mittag über ihm steht. Wieso er aus dem italienischen übersetzt aber „Mitternachtskofel“ genannt wird, konnte uns selbst Historiker Raimondo Domenig vom Kanaltaler Kulturverein nicht exakt erklären. „Es könnte damit zu tun haben, dass der italienische Name auf Basis des Blicks vom Süden auf den Berg entstanden ist“, vermutet er. Rechts des Jôf di Miezegnot zieht sich ein um die 2000 Meter hoher Bergrücken westwärts. Er wartet mit weiteren alpinistisch lohnenden Gipfeln wie dem Monte Piper (2065 m) auf.

Nordseitig, an seinem Fuß befindet sich Malborghetto. Beeindruckend und höchst informativ ist das im Palazzo Veneziano untergebrachte Museum. Immer einen Besuch wert, ob für einen entspannten Aufenthalt oder edlen Gourmetgenuss, ist das 5-Sterne Hotel Hammerack. Wer sich bodenständig-gute Küche zu überaus fairen Preisen wünscht, wird vom urig-rusikalen Ristorante Aquila Nera ebenso wie von dem viele hunderte Jahre alten Haus, in dem es sich befindet, begeistert sein.

Weiter nordwestlich, wo die Karnischen Alpen schroffer und felsiger werden, versteckt sich der berüchtigte „Geheime Berg“, der Monte Scinauz (1999 m). Militärisches Sperrgebiet war er bis vor rund 20 Jahren. Die NATO hat hier bis 2003 eine große militärische Radaranlage unterhalten, die vom Kanaltal aus mittels Seilbahn erreichbar war. Dem Verfall preisgegebene Militärgebäude zeugen noch heute davon. Weil die Seilbahn abgebaut und der Aufstieg aus dem Kanaltal sehr anspruchsvoll und lang ist, wird der Scinauz wohl auch weiterhin geheim bleiben.

INFOS

 

Allgemeines

Das Kanaltal (Val Canale)* ist als Straßen- und Bahnverbindung in den Süden bekannt. Tarvisio, Malborghetto und Pontebba sind vom Norden kommend die drei Zentren der Region, die Jahrhunderte lang von den Habsburgern geprägt wurde und bis zum Ende des Ersten Weltkriegs Teil Österreichs war. Zahlreiche kriegerische Auseinandersetzungen prägten über die Jahrhunderte die Grenzregion, die immer schon große Bedeutung als Verkehrsverbindung hatte.

Zentral im Tal befinden sich drei höchst unterschiedliche Orte: Valbruna (Wolfsbach), Ugovizza und Malborghetto. Fella heißt der Fluss, der sich südwärts Richtung Adria schlängelt. Nördlich des Tals ragen die hier nur um die 2000 Meter hohen Karnischen Alpen im Grenzgebiet zu Österreich in den Himmel. Südlich prägen die Julischen Alpen mit bekannten Gipfeln wie Montasio (2754 m) und Wischberg (Jôf Fuârt, 2666 m) das Landschaftsbild.
Empfohlener Reisezeitraum: Mai bis Anfang November
Mobilfunk: Vielfach gibt es in den Bergen der Region kein Netz.
Tourismusinfo: Visit Val Canale, Malborghetto, www.visitvalcanale.it

* Für die Schreibweise von Orten, Tälern oder Bergen wählen wir die am besten vor Ort in der Region nachvollziehbare Variante. Wo nötig wird die Übersetzung angeführt.

 

Karten & Bücher

  • Tabacco-Karte 019 (Alpi Giulie Occidentali/Westl. Julische Alpen, Tarvisiano)
  • Tabacco-Karte 018 (Alpi Carniche Orientali, Canal del Ferro, Nassfeld)

jeweils 1:25.000, je 11,90 Euro

„Der Erste Weltkrieg an Kärntens Front“ (D, IT, E), Davide Tonazzi
Edizioni Saisera, E-Mail: edizionisaisera@valbrunaitaly.com

Sehenswert

Palazzo Veneziano

DAS Prachtbauwerk im Tal, entstanden Ende des 16. Jahrhunderts, beherbergt heute ein hochinteressantes Museum. Es bietet Einblicke in die facettenreiche, wechselhafte Geschichte der Region aus geologischer, naturwissenschaftlicher und völkerkundlicher Perspektive und erzählt vom Zusammenleben der Österreicher, Slowenen und Italiener. Regelmäßig Sonderausstellungen.
Via Bamberga 52, Malborghetto, T: +39-0428-64970

Forte Beisner, Opera 4 (Werk 4)

Bis 1991 militärisch genutzte unterirdische Kaserne und Bunkeranlage im Kugel-Berg zwischen Valbruna und Ugovizza. Wird vom lokalen Verein LandScapes erhalten.
Führungen über den Verein buchbar: Anita Pinagli (Führungen auf D, E und IT), T: +43-660-7433095, www.landscapesvalcanale.eu

Fort Hensel

Weithin sichtbare Festungsanlage östlich von Malborghetto. Benannt nach Friedrich Hensel, der hier 1809 für die österreichisch-ungarische Monarchie gegen die Franzosen kämpfte. Das Fort war auch im Ersten Weltkrieg Kampfschauplatz. Wandertipp: Beobachtungsstelle Buchkopf mit großartigem Panoramablick, etwa 450 hm oberhalb des Forts, auf einem teils steilen, mittelschweren Rundweg erreichbar.

Römerzeit

Das Kanaltal spielte zur Römerzeit als Verbindung zwischen Aquileia im Süden und Virunum in Mittelkärnten eine bedeutende Rolle. Mehr dazu erfährt man im Antiquarium, einem kleinen Museum in Camporosso.
Antiquarium, T: +39-349-7272428, E-Mail: viciniacamporosso@libero.it

Bagni di Lusnizza

Schwefel-„Duft“, der intensiver wird, je näher man dem Trinkpavillon in dem Örtchen südwestlich von Malborghetto kommt, erinnert an die lange Wellness-Geschichte von Bagni di Lusnizza, die in der Zwischenkriegszeit endete.

Kinderalm

Einblicke ins bäuerliche Leben (historisch und aktuell) und in die Welt der Tiere am Bauernhof ermöglicht die Kinderalm, die idyllisch am Waldrand zwischen Valbruna und Ugovizza liegt. Auch im Angebot: (Streichel-)Tierbegegnungen.
www.kinderalm.it

Termine

Festival Risonanze: 17. – 22. Juni 2026

Musikfestival, teils draußen in den „Resonanzwäldern“ des Val Saisera, teils in Malborghetto. Es gibt Konzerte, geführte Wanderungen, Ausstellungen, Workshops zum Geigenbau, Vorführungen für Kinder, Abendkonzerte bei Kerzenschein, thematische Abendessen u.v.m.
www.risonanzefestival.com

Puanina Fest: 20. September 2026

Im Val Rauna nördlich von Ugovizza in den Karnischen Alpen findet dieses Erntedank- bzw. Almabtriebsfest statt.

 

Family-Wanderungen

Animalborghetto

Liebevoll angelegter Kinder-/Familienwanderweg, bei dem das Kitz Milki die Hauptrolle spielt. Anschaulich wird anhand von Figuren und Installationen Wissen zu den in den Wäldern der Region lebenden wilden Tieren vermittelt. Weg aus dem Ortszentrum von Malborghetto zur Kalvarienkirche. Mit dem Kreuzweg kombinierbar.

Bike & Baby Trekking

Barrierefreier Spazierweg in Valbruna mit sanften Steigungen. Geeignet auch für Kinderwagen, Rollstühle, Mountainbikes und Fahrräder.

Kreuzweg Kalvarienberg

Bergwärts (70 hm, 300 m) führender Kreuzweg zur Kalvarienkirche (Chiesa del Calvario) mit 14 Stationen und 7 Kapellen in Malborghetto.

Themen-Wanderungen

Zur Tibetischen Brücke

Wilderness dei Valloni heißt der Wanderweg, der hoch über dem Malborghetter Bach hinein in ein wildromantisches, von Erosion geprägtes Tal führt. Unser Ziel ist die neue Tibetische Brücke (über 50 Meter Spannweite), die einen durch Erosion und Unwetter zerstörten Wegabschnitt überspannt. 9 km, 280 hm, 3 – 4 Std., leicht.

Trekking di Malborghetto

Gemütliche Rundwanderwege ab Ortszentrum in die nahen Tannen- und Buchenwälder sowie entlang des Flusses Fella. Drei Wege: 3,8 km, 4 km und 8,2 km. Dauer jeweils 1,5 bis 3 Std., leicht.

Themenwanderweg „Resonanzbäume“

Aus dem Holz spezieller Bäume im Val Saisera werden von der Musikwelt hochgeschätzte Geigen, Bratschen oder Klaviere hergestellt. Der Themenwanderweg „Sentiero Degli Alberi di Risonanza“ führt ab Valbruna in die berühmten Rotfichtenwälder und erzählt mittels Informationstafeln und Installationen die Geschichte der „Klangholzbäume“. Mehrere Start-/Endpunkte wählbar. Gesamt: 11,4 km, 200 hm, 3 – 4,5 Std., leicht

Themenpark Erster Weltkrieg „Abschnitt Seisera“

In den Bergen südlich des Kanaltals verlief im Ersten Weltkrieg die Gebirgsfront zwischen Österreich und Italien. Im Val Saisera erinnern restaurierte Reste von Maschinengewehr- und Kanonenstellungen, Schützengräben, Gänge und Höhlen an die Kriegswirren. Auf drei Rundwegen ist es möglich, Einblicke in das Weltkriegsgeschehen zu bekommen. Ein Heldenfriedhof erinnert an die vielen tragischen Schicksale. Ausgangspunkt: Parkplatz P3 im Val Saisera. 5,9 km, 292 hm, 2 – 3 Std., leicht

Puanina Tour

Rundwanderung, die Einblicke in die historische und aktuelle Alm- und Holzwirtschaft der Region gibt. Der Weg führt durch die Wälder nördlich von Ugovizza zu den Almen im Val Rauna, Val Uque und Val Filza in den Karnischen Alpen. Wandern: kurze, gemütliche Teile. Oder lange Rundwanderung: 18,5 km, 1000 hm, 8 Std., mittelschwer

 

Wandern & Bergsteigen

Die Karnischen Alpen im Norden sind ideal für zahlreiche gemütlichere Wanderungen, etwa vom Valle di Ugovizza aus ins Val Rauna, ins Val Uque oder ins Val Filza aber auch auf zahlreiche, meist mittelschwere Gipfel, etwa Monte Cocco (1941 m), Monte Acomizza (1812 m) oder direkt an der Grenze zu Österreich Cima Bella (Schönwipfel, 1912 m) und Oisternig (2052 m).

Südlich des Kanaltals ragen die Julischen Alpen markant in den Himmel. Einige der Touren sind mittelschwer. Etwa Nebria (1207 m) und Jôf di Somdogna (1889 m). Aus Valbruna zur Alpe Rauna mit Zita Kapelle sowie aus der Saisera via Sella Prasnig zum Rifugio Pellarini. Zahlreiche Touren weisen schwere Passagen auf und sind nur für sehr geübte Bergsteiger ratsam, etwa: Jôf di Miezegnot (2087 m), Piper (2065 m) oder Nabios (2301 m). Mit Ausgangspunkt Saisera sind spektakuläre Touren für konditionsstarke Top-Bergsteiger machbar: Etwa vom Norden auf Montasio (2754 m) oder Jôf Fuârt (Wischberg, 2666 m).

 

Wander- & Bergführer

Anita Pinagli

Bergwanderführerin (IT, D, E) mit reichem Kanaltal-Wissen. Sie bietet maßgeschneiderte Wanderungen an. Als Teil des Verein Landscapes macht sie auch Führungen durch die Bunkeranlage „Forte Beisner, Opera 4“.
T: +43-660-7433095, E-Mail: anita.pinagli@gmail.com

Davide Tonazzi

Experte für Touren auf den Spuren des Ersten Weltkriegs, Buchautor und Wanderführer (IT, E)
T: +39-328-7469682, E-Mail: edizionisaisera@valbrunaitaly.com

Ennio Rizzotti

Bergführer und Bergretter (IT, D, E). Er kennt die Julischen Alpen bestens. Perfekt für ambitionierte Gipfel-Touren.
T: +39-333-2901914, E-Mail: rizzguida@gmail.com

 

Radfahren & Mountainbiken

Radfahr-Etappen auf der ehemaligen Bahnstrecke durch das Kanaltal am Alpe Adria Radweg (Ciclovia Alpe Adria). Pump Track der Extraklasse in Ugovizza. Mountainbiken: Sechs attraktive ausgeschilderte Touren in der Region. Einzigartige „Silence Bike Tour“ (52 km)als drei Täler-Bikerunde (Val Canale, Val Dogna und Val Saisera).

 

Einkehr-Hütten

Zahlreiche Hütten (Rifugio) stehen zur Wahl. Die Pellarini und Grego in den Julischen Alpen. Gortani, Nordio, Feistritzer Alm oder Agriturismo Gacceman u.a. in den Karnischen Alpen. Einkehr-Tipps im Val Saisera: Trattoria Jôf di Montasio und Agriturismo Prati Oitzinger. Zwei davon begeistern uns ganz besonders:

Rifugio Gortani

Angela und Mauro sind begnadete Wirtsleute – sie in der Küche, er im Service. Reichhaltig & köstlich die Gortani Jause. Klassisch gut Pasta und Gnocchi. Hervorragend das Hirsch-Gulasch mit rahmiger Polenta. Sensationell sind die Torten und Kuchen, die Angela täglich bäckt: Fruchtig die Apfeltorte, ganz original die Linzer Torte, flaumig-locker und einzigartig im Geschmack die Pfefferminz-Schokotorte.
Rifugio Gortani, Località Pod Rauna, Ugovizza, T: +39-331-7907427

Agriturismo Prati Oitzinger

Idyllischer Bauernhof im Val Saisera. Zimmervermietung und Einkehr-Restaurant. Viele Lebensmittel aus eigener Produktion. Der Hollersaft ein Traum. Perfekt die Gnocchi mit Käse und Butter. Geschmacklich genial das Gemüse-Gersten-Risotto. Unübertroffen die Mürbteig-Topfentorte. Weiters: Pferde-Trekkings und Kutschenrundfahrten.
Prati Oitzinger, Val Saisera/Valbruna, T: +39-0428-60224, www.agriturismopratioitzinger.it

Essen

Aquila Nera

Uriges, bodenständiges Restaurant. Spitze die Pasta mit Radiccio und Nüssen, bestens die Tagliatelle mit Hirsch-Sugo, ein Gedicht die Salsicca mit Polenta. Für sich einen Besuch wert, das Tiramisu.
Via Bamberga 41, Malborghetto, T: +39-0428-60010

La Baita – Hotel-Restaurant Pizzeria

Ausgezeichnet die Pizza aus dem Holzofen (nicht zu dünner, knusprig-köstlicher Teig), vielfältig die Pasta-Gerichte und Fleischspeisen. Einladendes 3-Sterne Hotel.
Via del Forte 18, Malborghetto, T: +39-0428-41959, www.hotel-labaita.com

Hammerack Hotel

5-Sterne Hotel. Zwei Gastro-Angebote: Bistrot (Hammer Rock Café) für den kleinen Hunger zwischendurch, einen Drink oder einen Kaffee. Gourmet-Restaurant mit dem Anspruch, Friaul auf den Teller zu bringen.
Via Officine 8, Malborghetto, T: +39-0428-820158, www.hammerackhotel.it

La Baita dei Sapori

Rustikal-sympathisches Restaurant mit schönem Gastgarten. Große Pasta- und Grillfleischauswahl.
Via Saisera 1, Valbruna, T: +39-0428-660493, www.labaitadeisapori.com

Ristorantino

Beständig gut. Unsere erste Wahl bei Fisch. Unübertroffen: Branzino oder Rombo im Ganzen (Al Forno) mit Kartoffeln, Oliven, Tomaten, Kapern.
Via Valcanale 6A, Camporosso, T: +39-340-2484981, www.ristorantinotarvisio.it

 

Süßes

Dolci di Irma

Hausgemachte Torten, Kuchen und Strudel mit Suchtpotenzial. Riesige Auswahl. Sympathisches Kaffeehaus mit Garten. Selbstgemachte Marmeladen und viele offene Kräutertees zum Mitnehmen. Jahreszeitlich aktuelle Dekoartikel.
Via Alpi Giulie 7, Valbruna, T: +39-0428-668821, www.idolcidiirma.it

Übernachten

Kile Alpine Resort

Neues, prächtig, im hintersten Teil des Val Saisera gelegenes Idyll. Sieben Chalets (2 – 8 Personen). Freier Blick auf die pittoreske Bergwelt. Alpin-modern gestaltet, teils Sauna im Chalet. Stellplätze für Wohnmobile/Wohnwagen. Neu ab Sommer 2026: Clubhaus mit Restaurant, Gym, Sauna und Pool. 2 Pers. m. F. ab 180 Euro.
Via Saisera 65, Valbruna, T: +39-333-7938458, www.kilealpineresort.com

Alpi Giulie Chalet Resort

Drei urig-komfortable Chalets (2 – 4 Personen). Bestlage auf einer saftig grünen Wiese mit wunderschönem Julische Alpen-Blick. Frühstück auf Wunsch. 2 Pers. ab 155 Euro.
Via Saisera, Valbruna, T: +39-0428-660505, www.chaletalpigiulie.com

Hammerack

Neues, freundliches 5-Sterne Boutique-Hotel. Modern, urig und gemütlich. Exquisite Kunst überall im Haus. Schöner Wellness-Indoor- & Outdoor-Bereich. 21 Zimmer und Suiten. Tiefgarage. Bistro/Bar. DZ/F. ab 220 Euro.
Via Officine 8, Malborghetto, T: +39-0428-820158, www.hammerackhotel.it

Casa Oberrichter

Ein Gesamtkunstwerk zum Wohnen, Essen und Mitbringsel kaufen. Fünf Hotelzimmer, jedes einem Thema gewidmet, vom Fuchs bis zum Wald. À-la-carte-Restaurant in Künstler-Stuben. DZ/F ab 160 Euro.
Via Superiore 4, Malborghetto, T: +39-0428-41888, www.casa-oberrichter.com

Baita Alpenrose

Wunderschön gelegene Alm-Villa (2 – 6 Personen) im K & K Stil in den Karnischen Alpen nördlich von Ugovizza. Gediegen-gemütlich eingerichtet. Sauna & Whirlpool-Badewanne. Sonnenterrasse. 2 Personen ab 155 Euro
Val Uque, Ugovizza, T: +39-328-3798944, E-Mail: baitaalpenrose@gmail.com

Hotel Valbruna Inn & Chalet Casa di Fuchs

Einladendes, rustikales 3-Sterne Hotel-Garni in Valbruna. Kleine Sauna. Modern-alpines Chalet: Casa di Fuchs. DZ ab 135 Euro | Chalet ab 850 Euro.
Via Alpi Giulie 2, Valbruna, T: +39-0428-660554, www.valbrunainn.com

 

Einkaufen

Cooperativa Agricoltori Valcanale

Herausragender Lebensmittelladen. Köstliche Käsespezialitäten aus eigener Produktion – Montasio-Käse jeden Alters, Junger Käse mit Kräutern oder Schnittlauch u.v.m. Sehr gutes Eis.
Via Pontebbana 24, Ugovizza, T: +39-0428-64942

Bottega di Restauro e Decorazione

Sympathisch-einladender, außergewöhnlicher Deko-Shop mit Geschenkartikeln der beiden Künstlerinnen Francesca und Selene in Camporosso. www.artigianatotarvisio.com