Die extrem hohe Verschränkung zwischen Wanderern und Bergbahnen ist offensichtlich. Während 58 Prozent aller Österreich-Urlauber im Sommer Bergbahnen nutzen sind es unter den Wanderern ganze 78 Prozent“, betont Stefan Kreppel, bei der Österreich Werbung für Digitalisierung, Innovation, Strategie und Nachhaltigkeit verantwortlich. Gleichzeitig bevorzugen, so Kreppel, die Wanderer ganz eindeutig Urlaubsangebote mit inkludierter Seilbahnnutzung. Das soll, rät der Innovationsexperte, dazu führen, dass in der Produktgestaltung noch stärker und bewusster Wander- und Bergbahnenangebote kombiniert werden.

Altes Dogma überholt. Jetzt Stärken ausspielen!

Lange galt unter Bergbahnern das Dogma „Wandern kann man überall. Deshalb haben Seilbahnunternehmen, die aufs Wandern setzen, kein Alleinstellungsmerkmal“. Spätestens jetzt, wo klar ist – vier von fünf Wanderurlauber nutzen mit Freude Bergbahnen – kann die alte Denkweise getrost als überholt angesehen werden. Vielmehr sollten die Stärken der Bergbahnen gekonnt ausgespielt werden. Das gilt umso mehr, weil so Kreppel „das Erleben und Genießen der Natur für die allermeisten Wanderer viel mehr im Fokus steht als das sportliche Sich-Bewegen-Wollen“. „Es sind 81 Prozent der Wanderer, die ‚Natur & Landschaft‘ als Hauptmotiv nennen“, weiß der Österreich-Werber.

Stefan Kreppel, Österreich Werbung – verantwortlich für für Digitalisierung, Innovation, Strategie und Nachhaltigkeit

Leichter Start dank Bergbahn

Die zentrale Leistung, Gäste mitten hinein in ihre alpine Sehnsuchtslandschaft zu bringen, ist ein Alleinstellungsmerkmal. So bequem, schnell und „grün“ hinauf auf den Berg schafft man es nur per Bergbahn. Hinzu kommt, dass Wanderungen ab Mittel- oder Bergstation beginnen und enden lassen, exakt den Wünschen der allermeistern Wanderer entspricht. Das wird anhand der von Stefan Kreppel präsentierten Wandertypologie klar: „Klassisches Wandern (64 Prozent), Wandern & Besichtigen (20 Prozent), Kulinarisches Genusswandern (8 Prozent), Bergsteigen (5 Prozent).“

Potenziale maximal nutzen

Um als Destination und als Seilbahnunternehmen die Potenziale, die Wanderer bieten, noch besser nützen zu können ergeben sich mehrere Ansatzpunkte: Packages sind zu schaffen, die Wandern mit Bergbahn-Nutzung kombinieren. „Bergbahnen als Inklusivleistung erhöhen den wahrgenommenen Mehrwert“, weiß Kreppel. Familien sollten als Wander-Zielgruppe angesprochen werden, denn 33 Prozent aller Wandergäste sind mit Kindern auf Reisen. Die Pracht, die oben auf den seilbahn-erschlossenen Bergen bequem zu erleben ist, gilt als Hauptmotiv der Wanderurlauber (Natur/Landschaft mit 81 Prozent). Sie soll eindrucksvoll präsentiert werden und vor Ort plakativ erlebbar sein.

Wanderurlauber – Fakten & Zahlen

 

  • 78 Prozent nutzen Bergbahnen
  • 75 Prozent Stammgäste
  • 51,7 Jahre Durchschnittsalter
  • Natur & Landschaft sind für 81 Prozent das Urlaubshauptmotiv
  • Naturnahe/ursprünglich (63 Prozent) & erholsam (68 Prozent) sind zentrale Wünsche
  • Typologie: Klassisches Wandern (64 Prozent), Wandern & Besichtigen (20), Kulinarisches Genusswandern (8), Bergsteigen (5)
  • 53 Prozent der Wanderurlauber kommen aus einem ländlichen Umfeld. Nicht nur die Großstädter zieht es in die Berge!
  • 33 Prozent sind Familien mit Kindern
  • Bergbahn-Inklusive-Angebote sind stark nachgefragt – sie haben einen hohen Mehrwert für die Gäste
  • Jüngere Gäste mit eigenen Angeboten (Erlebniswanderungen, Klettersteige/Klettern, Trailrunning, Abenteuer u.ä.) gezielt ansprechen

Quelle: Stefan Kreppel – Österreich Werbung/T-MONA