Die Bedeutung von Seilbahnen für den Sommertourismus im Alpenraum ist enorm. Und sie ist im Steigen begriffen, weil das Gästeinteresse an Bergerlebnissen größer denn je ist. Die Gäste suchen in alpinen Anderswelten einen Kontrast zum Tal und zum meist städtisch geprägten Alltag. Gleichzeitig ist der überwiegendste Teil der Gäste weder fit noch kundig genug, um aus eigener Kraft zu Fuß oder per Bike alpine Höhen zu erreichen. Genau das ermöglichen Seilbahnen ohne jede Anstrengung. Auch der Nachhaltigkeitsboom spielt den Sommerbergbahnen in die Hände. Wie, wenn nicht per Seilbahn, oder alpiner Eisenbahn, lassen sich öko-verträglich viele Gäste schnell, einfach und klug lenkbar auf die Berge bringen? Entsprechend ist es im Sommer noch nachvollziehbarer möglich, mit Öko-Argumenten das Image der Seilbahnen zu pflegen. Und die Chancen, das eigene Erlebnisangebot auch als kleineres, wirtschaftlich nicht sehr potentes Seilbahnunternehmen attraktiv und plakativ darzustellen, sind größer als jemals zuvor.

 

Gäste lenken, leiten, informieren und emotional abholen

Der sommerliche Berg-Boom bietet aus wirtschaftlicher Perspektive viele Chancen. Aus ökologischer Sicht besteht die Gefahr, dass große Mengen unerfahrener Berg-Besucher sich aus Wissensmangel ungeleitet durch die Bergwelt bewegen. Das gilt es mittels durchdachter Gästelenkung zu verhindern. Ebenso wichtig ist es, Gäste ohne Bergerfahrung auf das, was sie „oben“ erwartet, hinzuweisen und dabei ihre Begeisterung zu entfachen. Etwa wenn es darum geht, über den für uns selbstverständlichen Temperaturunterschied zwischen Tal und Berg oder die alpinen Risiken, die es abseits der gesicherten Erlebnisbereiche gibt, zu informieren. Überdies ist es wichtig, Gäste fundiert und plakativ gleichermaßen wie emotional anzusprechen. Denn es sind Erlebnis-Sehnsüchte, die auf den per Sommerseilbahnen erreichbaren Bergen gestillt werden wollen.

 

Eigene Highlights plakativ zeigen

Es ist eine der grundlegenden Hausaufgaben jeder Sommerbergbahn, ihre, in der Eigeneinschätzung vielleicht gar nicht so relevant empfundenen, Highlights für Gäste emotional erlebbar zu machen. Der gängigste und wirksamste Weg sind aufwendige und kostenintensive Inszenierungen durch Profis wie Pronatour, Erlebnisplan oder Input u.a. Fehlen für „große“ Lösungen die Möglichkeiten, ist es ratsam, sich auf vorhandene Besonderheiten zu besinnen. Schon eine Erlebnis- & Wanderinfo, die digital und in Printform darstellt, was es an Aussichts- und Rastplätzen, Einkehrmöglichkeiten sowie Wanderwegen gibt, macht den Berg für Unerfahrene viel leichter greifbar. Einfache Beschilderungen, markierte Fotopoints, Rastmöglichkeiten, Infotafeln u.ä. wirken Wunder, ohne große Budgets zu verschlingen. In jedem Fall ist es wichtig, mit guten Informationen, Fotos und Videos die Highlights sichtbar zu machen. Das soll über Social Media, die eigene Website sowie Info-Plattformen regionaler Tourismusorganisationen erfolgen. Eine kluge, günstige Lösung, dieses Greifbar-Machen zu professionalisieren, hat der Outdoorplattform-Spezialist Outdooractive auf der Interalpin präsentiert. Anhand des Sommerangebots der Steinplatte Waidring in Tirol wurde beispielhaft gezeigt, was das neue Tool leistet.