Unser Staunen ist groß. Das türkisblaue, glasklare Wasser scheint vom anderen Ende der Welt zu stammen und hier unvermittelt aus dem Boden zu treten. Von Bäumen umrahmt mutet das romantische Kleinod namens Meerauge im Südkärntner Bodental exotisch, ja südseeartig an. Die uns magisch anziehende Farbe des Wassers wirkt fremd und ganz und gar nicht alpin. Das Meerauge ist einer dieser Schätze, von denen es zahlreiche oft wenig beachtet, vielfach versteckt in ganz Kärnten zu entdecken gibt. Außergewöhnliche, idyllische Orte, die für Wow-Effekte sorgen, wenn man sich auf sie einlässt, die Blickvielfalt genießt oder die Augen schließt und die Gedanken inspiriert von der Einzigartigkeit des Platzes tanzen lässt, etwa beim …

… Meerauge im Bodental:

Vom Meerauge zieht es uns weiter Richtung Osten. Südlich des Klopeiner Sees verbirgt sich oben im Wald der Wildensteiner Wasserfall. Auf einem gemütlich ansteigenden, später wurzeldurchsetzten Wanderweg steigen wir etwa 20 Minuten bergwärts, um direkten Blick zu haben auf eine wasserzerfurchte Felswand mit spektakulär im freien Fall 54 Meter in die Tiefe stürzendem Wasser. Eine klug gestaltete, mehrteilige Aussichtsplattform lädt zum genüsslichen Verweilen und Staunen ein, am …

… Wildensteiner Wasserfall:

Wasser und Schwerkraft sind im Duett in der Lage, über Jahrhunderte hinweg Beeindruckendes zu modellieren. Das wird, sehr zu unserer Freude auch entlang des Finsterbachs erlebbar. Gleich dreimal fällt das Wasser des Bachs auf seinem Weg von der Gerlitzen Alpe zum Ossiacher See über hohe Felskanten talwärts. Finsterbach-Wasserfall Nummer eins ist nach kurzem Anstieg von Sattendorf aus schnell erreicht. Zur Nummer zwei müht man sich schon etwas nach oben. Die Lust auf Mehr lässt uns den gehörigen Aufstieg zum obersten Wasserfall – wenn auch etwas schnaufend – bewältigen, bei den …

… Finsterbach Wasserfällen am Ossiacher See:

Blumige Erklärungen für das Entstehen von Bergseen gibt es viele. Oft werden sie als „Tränen Gottes“ oder Überbleibsel früherer Eiszeiten beschrieben. Manchmal sind es Sagen oder Legenden, die Begründungen für ihr Entstehen liefern. Wir lassen Überliefertes beiseite und geben uns dem Blick-Genuss im Hier und Jetzt hin. Zwei Bergseen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, haben für besondere Wow-Effekte gesorgt. Der eine wird am Weg zum Königstuhl (2336 m) in den Nockbergen oft unbeachtet links liegen gelassen. Dabei ist der Friesenhalssee (2150 m) am Weg von der Eisentalhöhe zu besagtem Königsstuhl einen kleinen Umweg wert. Eingebettet in sanfte Almwiesen erwartet er uns. Bei Windstille wird er mit etwas Glück zu einem Spiegel, in dem sich die umliegende Natur, etwa der mächtige Rosennock, für kurze Zeit verdoppelt, der …

… Friesenhalssee im Biosphärenpark Nockberg:

Unübersehbar und pittoresk schmiegt sich der Große Gradensee (2475 m) in die hochalpine Felslandschaft der Hohen Tauern. Wer, wie wir, den weiten Weg hierher durch das Gradental auf sich nimmt, wird reich belohnt: Der See, umrahmt von Dreitausendern ist zum Niederknien schön. Eine Einkehr in der uns etwas oberhalb des Ufers erwartenden Nossberger Hütte (2488 m) verspricht eine geniale Mixtur aus Schau-Genuss und Gaumenfreuden. Legendär ist nicht nur der Heidelbeer-Schmarrn, also Kaiserschmarrn veredelt mit Heidelbeeren am …

… Großer Gradensee in den Hohen Tauern:

Dass Bergseen auch den Weg weisen können haben wir am Gartnerkofel am Nassfeld erlebt. Beim Blick Richtung Südosten lenkt der in der Sonne funkelnde Garnitzensee, ein malerischer für die Beschneiung des Skigebietes angelegter See, unsere Aufmerksamkeit auf einen wuchtigen, grasig, felsdurchsetzten, Plateau-Berg direkt an der Grenze Österreichs zu Italien. Der Monte Corona (1832 m), italienisch für Krone, unterscheidet sich optisch deutlich von den weiter westlich gelegenen, felsig-monumental aufragenden Gipfeln der Karnischen Alpen. Er ist sanft, gemütlich, einladend und bietet einen genialen Rundblick: Im Westen auf die Top-Gipfel des Nassfelds (Gartnerkofel, Rosskofel, Trogkofel). Im Südosten auf die westlichsten Riesen der Julischen Alpen, allen voran Montasio (2754 m) und Wischberg (Jôf Fuart, 2663 m) vom …

… Monte Corona / der Krone am Nassfeld:

Um die Julischen Alpen in ihrer ganzen alpin-mächtigen Pracht zu bewundern steuern wir den Gams- und Gipfelblick im Naturpark am Dobratsch an. Diese behutsam in die Landschaft platzierte Aussichtsplattform ist leicht erwanderbar. Sie ermöglicht uns – Nomen est Omen – beste Blicke auf den Dobratsch-Gipfel inklusive der darunterliegenden monumentalen Südwand ebenso wie auf ein Gams-Rudel, das uns zu Füßen ungestört sein Dasein genießt, unterhalb des …

… Gams- und Gipfelblicks am Dobratsch:

Nicht nur Kreuze, Ausblicke & Co sind es, die uns auf luftige Berggipfel ziehen. Auf der Arnoldhöhe (2720 m) oberhalb der Ankogelbahn-Bergstation in den Hohen Tauern, hoch oberhalb von Mallnitz, staunen wir nicht schlecht: Einerseits über den gewaltigen 360-Grad Panoramablick auf die zum Greifen nahe hochalpine Bergwelt, andererseits wegen des im östlichen Bereich des Gipfelplateaus thronenden achteckigen Bauwerks. Es entpuppt sich als historisches, hochalpines Mausoleum, das unter Denkmalschutz steht. In Österreichs höchstgelegenster Grabstätte hat Karl Arnold, der 1925 hier das (alte) Hannoverhaus als Schutzhütte errichten ließ, seine letzte Ruhestätte gefunden, im …

… Mausoleum am Ankogel in den Hohen Tauern:

Dass Gipfel für grenzenloses Kindervergnügen sorgen können, erleben wir am Aineck am Katschberg eindrucksvoll. Per moderner Kabinenbahn geht es bequem auf 2200 Meter Höhe. Hier laden ein riesiger Almspielplatz mit zahlreichen Spielstationen und eine spektakuläre XXL-Holzkugelbahn zum abwechslungsreichen, spaßigen Spielen ein. Und für die Eltern gibt es Sonnenbankerln mit herrlicher Aussicht beim …

… Almspielplatz mit Kugelbahn am Katschberg:

INFOS

 

Kärntens Natur-Schatz-Vielfalt

Kärnten ist reich an besonderen Plätzen, an Schätzen die Staunen machen, an Naturjuwelen die ihresgleichen suchen und an ganz speziellen Orten. Die beste Zeit unsere neun Hotspots und viele andere „Schätze“ zu besuchen ist von Mai bis Anfang November. Allerdings sind zahlreiche der Attraktionen auch im Winter erlebbar.
INFOS: Noch mehr „Naturwunder“ www.kaernten.at/sehenswertes/naturerlebnisse

 

Meerauge im Bodental

Von Ferlach in Südkärnten aus führt unser Weg ins Bodental anfangs Richtung Loiblpass (Grenze zu Slowenien), ehe wir rechts Richtung Bodental abzweigen. Nachdem sich einige Kilometer später das Tal öffnet und der Blick auf eindrucksvolle Karawankengipfel frei wird, ist der Ausgangspunkt des Weges zum Meerauge erreicht.
Einkehr: Gasthaus Bodenbauer etwas weiter taleinwärts. Herausragend gut das Kärntner Ritschert, ein Klassiker der Schweinsbraten, köstlich der Kärntner Reindling.
INFOS: Region Wörthersee-Rosental Tourismus www.woerthersee.com

 

Wildensteiner Wasserfall

In Gallizien, südlich des Klopeiner Sees gelegen. Wander-Ausgangspunkt ist ein großer Parkplatz am Talboden. Der Weg ist anfangs gemütlich, später etwas schmäler und wurzeldurchsetzt. Gutes Schuhwerk ist ratsam. Erlebnis-Plus: Flying-Fox-Park (Hochseilpark mit vielen Seilrutschen).
Einkehr: Gasthaus mit Sonnenterrasse direkt neben dem Parkplatz. Gasthof Zenkl an der letzten Straßenabzweigung Richtung Wasserfall.
INFOS: Region Südkärnten www.suedkaernten.at

 

Finsterbach Wasserfälle am Ossiacher See

Aus Sattendorf am Nordufer des Ossiacher Sees (einige Parkplätze im Ortszentrum) macht man sich auf den beschilderten Weg Richtung Finsterbach, der von der Gerlitzen Alpe talwärts fließt. Drei 20 bis 30 Meter hohe Wasserfälle sind leicht (unterster), ein wenig anspruchsvoller (mittlerer) bzw. anspruchsvoll (oberer) erreichbar.
Einkehr: Café Cappuccino im Hotel Sonnenhügel in Sattendorf.
INFOS: Region Villach www.visitvillach.at

 

Friesenhalssee – Nockalmstraße im Biosphärenpark Nockberge

Wanderung (gutes Schuhwerk!) ab Eisentalhöhe (2049 m)/Nockalmstraße (Mautstraße) etwa 2 Kilometer und etwas mehr als 100 Höhenmeter zum Friesenhalssee (2150 m). Highlight: Im kalten Wasser des Sees darf man sich, laut Biosphärenpark Nockberge, sogar die Füße erfrischen. Gipfel in der Nähe: Eisentalhöhe (2180 m), Königstuhl (2336 m).
Einkehr: Jausenstation Eisentalhöhe
INFOS: Region Innerkrems www.innerkrems.info | Region Nockberge www.seeundberg.at | Biosphärenpark www.biosphaerenparknockberge.at | Nockalmstraße www.nockalmstrasse.at

 

Großer Gradensee und Nossberger Hütte in den Hohen Tauern

Aus dem oberen Mölltal, knapp vor Heiligenblut, erstreckt sich Richtung Süd-Westen das Gradental. Ab Parkplatz Gradental (1600 m) warten etwa 850 Höhenmeter und rund 6 Kilometer mittelschwerer Aufstieg durch das schöne, von kleineren Seen und dem Gradenbach geprägte Hochtal.
Einkehr- & Übernachtungsmöglichkeit: Nossberger Hütte.
INFOS: Region Hohe Tauern in Kärnten www.nationalpark-hohetauern.at | Nossberger Hütte www.nossberger.at

 

Monte Corona/Krone – Nassfeld

Bis auf 1900 Meter Höhe bringt uns die neue Gartnerkofelbahn. Eine beschauliche Wanderung führt uns zuerst abwärts (Steig oder Forststraße) bis zur Garnitzenalm (1645 m) und via Garnitzensattel auf die Krone.
Einkehr: Garnitzenalm und die „Berghex“mit herrlichem Panoramablick bei der Seilbahn-Bergstation.
INFOS: Region Nassefeld www.nassfeld.at

 

Gams- und Gipfelblick am Dobratsch

Vom Parkplatz Rosstratte, dem höchsten Punkt der Villacher Alpenstraße (Mautstraße), wandern wir das erste Wegstück Richtung Gipfel, zweigen aber bald vom Hauptweg ab und folgen einen flachen Steig hinüber zum Gams- und Gipfelblick. Wer danach weiter auf den Gipfel möchte, geht das kurze Stück zurück zum Hauptweg. Wer noch mehr Aussicht genießen will stoppt am Weg zurück ins Tal beim spektakulären, barrierefreien Skywalk „Rote Wand“.
Einkehr: Almgasthof Rosstratten, direkt neben dem Parkplatz sowie Berggasthof Aichingerhütte, beim Parkplatz 8, fünf Autominuten talwärts.
INFOS: Region Villach www.visitvillach.at | Naturpark Dobratsch www.naturpark-dobratsch.at | Villacher Alpenstraße www.villacher-alpenstrasse.at

 

Mausoleum am Ankogel in den Hohen Tauern

Per Ankogel-Seilbahn gelangen wir auf 2650 Meter Höhe. Von der Bergstation führt ein Steig (10 bis 30 Minuten Gehzeit) auf die Arnoldhöhe (2720 m) wo auf einem Plateau, auf dem einst auch das alte Hannoverhaus stand, das Karl-Arnold-Mausoleum thront. Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeit: (Neues) Hannoverhaus (2565 m), etwas unterhalb der Bergstation.
INFOS: Region Hohe Tauern in Kärnten www.nationalpark-hohetauern.at | Bergbahnen Ankogel www.ankogel-mallnitz.at

 

Almspielplatz und Kugelbahn am Katschberg

Die Almbahn bringt uns von der Katschberghöhe bequem auf das 2200 Meter hohe Aineck. Oben erwartet uns neben Höhenwandermöglichkeiten ein riesiges Paradies für Kids: „Katschi’s Almspielplatz & Kugelbahn. Eine große Röhrenrutsche, Klettertürme, Kletter- und Balanceparcours, Seilrutschen, eine Wasserspirale, eine Murmeltierhöhle und die super-lange Holzkugelbahn lassen Kinderherzen höher schlagen. Einkehr: Gipfelrestaurant Adlerhorst (am Aineck) | Almwirtshaus Ainkehr (neben der Talstation).
INFOS: Region Katschberg www.katschberg.atKatschbergbahnen www.katschi.at