Laufen ist mein Weg Stress abzubauen, Gedanken zu ordnen, neue Energie zu tanken und pure Freiheit zu genießen. Deshalb liebe ich es, die Laufschuhe zu schnüren und loszulaufen“, betont die Klagenfurter Stadträtin und ehemalige Triathletin Constance Mochar. Ihr Stadtsenatskollege Bürgermeister Christian Scheider schätzt das Laufen, „weil ich dabei meine Basiskondition fürs Tennisspielen trainieren und wunderbar nachdenken aber auch Ideen entwickeln kann.“ Für Kärntens amtierende Segel-Olympiasiegerin Lara Vadlau ist das Lässige am Laufen, dass „ich es, im Gegensatz zu meinem Hauptsport Segeln und dem Rennradfahren ohne viel Ausrüstung und Material immer und überall, zu jeder Tages- und Nachtzeit machen kann.“ Landeshauptmann Peter Kaiser, der zahllose Marathons, Halbmarathons und Ironman-Bewerbe absolviert hat, schätzt am Laufen besonders, dass „es bei nahezu jeder Witterung möglich ist“, aber auch, dass er beim Laufen in all den Jahren vielen interessanten Menschen begegnet ist. Markus Polka, verantwortlich für das Marketing der Wirtschaftskammer Kärnten und seit bald zwei Jahrzehnten Triathlet, schätzt am Laufen, dass „ich direkt Feedback über meinen eigenen Fitnesszustand bekomme. Deshalb ist es für mich fester Bestandteil meines Trainingsalltags.“


„Laufen bringt mir Klarheit, Struktur und Kraft, nicht nur körperlich.“
Constance Mochar, Stadträtin für Finanzen, Frauen, Sport u.a. in Klagenfurt
In der Früh, zwischendurch oder am Abend?
Für Landeshauptmann Kaiser, der wegen seines vollen Terminkalenders, wie er sagt, „in der Regel nur am frühen Morgen Zeit fürs Laufen hat“, stellt es „einen gelungenen Start in den Tag dar“. Seglerin Vadlau hingegen ist lieber am Abend laufend unterwegs. Mochar, Scheider und Polka laufen, wann immer sich die Gelegenheit dazu bietet. „Ob um sechs Uhr in der Früh oder um halb neun Uhr am Abend – Laufen geht für mich immer. Früh morgens hat den Vorteil, dass ich energiegeladen in den Tag starte. Abends, dass ich den Kopf nach einem langen Arbeitstag frei bekomme und abschalten kann“, so Polka.
Was Dauer und Intensität betrifft, bevorzugen die laufenden Prominenten 45 bis 90 Minuten und ein für ihr Leistungslevel eher gemütliches, nicht zu hohes Tempo. „Ich laufe am liebsten chillig, so um die zehn bis 14 Kilometer, mache zwischendurch aber auch fordernde Intervallläufe“, gibt Lara Vadlau Einblick in ihr Training. „Als ehemalige Ironman-Athletin mache ich meist drei bis zu 20 Kilometer lange Läufe“, fasst Mochar ihr Wochen-Pensum zusammen.


„Laufen geht immer. Für mich ist es neben dem Segeln ideal.“
Lara Vadlau, Segel-Olympiasiegerin 2024 aus Maria Rain
Lauf-Vorlieben der Promis
Laufen im Winter bietet den Vorteil, dass man auch an wenig einladenden Tagen draußen an der frischen Luft ist, denn die fünf Interviewpartner laufen bevorzugt in der Natur. „Vom Olympiazentrum beim Stadion geht es meist hinaus zum Wörthersee. Noch lieber aber bin ich bei mir zuhause in der Natur und im Wald unterwegs“, beschreibt Seglerin Vadlau ihre Vorlieben. „Früher bin ich viel im Bereich Kreuzbergl gelaufen. Heute zieht es mich meist der Sattnitz und dann am See entlang Richtung Krumpendorf oder die Sattnitz flussabwärts“, betont Bürgermeister Scheider. Am Wörthersee kann es gut sein, dass er Landeshauptmann Kaiser begegnet, der auch gerne dort läuft, auch um während der Sommermonate auch noch einen Sprung in den See zu machen. Stadträtin Mochars Lieblingsrouten sind der Lendkanal, der Glanradweg und das Kreuzbergl, wenn sie Hügel und Trails hat. Polkas Traditionsstrecke verläuft von ihm in Pörtschach dem See entlang Richtung Klagenfurt.


„Für mich ist Laufen eine Art Lebensversicherung an meist sehr langen Arbeitstagen.“
Peter Kaiser, Landeshauptmann von Kärnten
Lust und Tücken des Winters
„Für mich gibt es nichts Schöneres als bei Schneefall zu laufen“, schwärmt Constance Mochar. Gleichzeitig können Feuchtigkeit, Kälte, rutschige Bodenverhältnisse und Dunkelheit im Winter schnell zu Spaßbremsen werden. Wenn es rutschig sein könnte rät Markus Polka deshalb dazu, „lieber vorsichtig als heldenhaft und technisch sauber statt schnell zu laufen, um sturz- und verletzungsfrei durch den Winter zu kommen“.


„Ich laufe nach Lust, Laune und Gefühl. Das ist mir mehr wert als eine Bestzeit.“
Markus Polka, Marketingleiter WK Kärnten, Generalsekretär Kärntner Triathlonverband
WINTER-LAUF-TIPPS
Die wichtigen Tipps, Ratschläge und Hinweise der Promis, um beim Laufen im Winter maximalen Spaß zu haben und unliebsame Überraschungen zu vermeiden.
Dosiert nicht zu ambitioniert
Wohldosierte Laufintensität, damit man möglichst wenig/keine kalte Luft durch den Mund einatmen muss, ist ratsam. Auf feuchtem und dadurch womöglich eisigem Untergrund sollte man in Kurven und abwärts sehr dosiert unterwegs sein. „Wenn es glatt ist, passe ich Tempo und Schrittlänge an“, erzählt Markus Polka. Auch bei der Laufdauer sollte man nicht übertreiben, weil die Kälte dem Körper überdurchschnittlich zusetzt.
Große Kälte meiden
„Ich bin Ganzjahres-Läufer. Aber bei großer Kälte, etwa ab Minus 10°C, wechsle ich auf den Hometrainer“, betont Peter Kaiser.
Nicht verkühlt oder krank laufen
„Ist man leicht verkühlt oder fühlt sich krank, sollte man bei Minustemperaturen nicht laufen gehen“, rät Triathletin Mochar.
Sichtbarkeit trotz Dunkelheit
„Essentiell ist es, gesehen zu werden, deshalb verwende ich Laufkleidung mit ausreichend Reflektoren und in leuchtenden Farben“, ist ein weiterer Tipp von Constance Mochar.
Stirnlampe
„Bei Dunkelheit sollte man eine Stirnlampe verwenden, um keine Unebenheiten oder Hindernisse zu übersehen“, empfiehlt Bürgermeister Scheider. Die Stirnlampe sollte leicht und klein packbar sein.
Wintertaugliche Kleidung
Es gilt dem Wetter und der Kälte angepasste Kleidung zu wählen. Denn, so Landeshauptmann Kaiser, „es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Laufkleidung.“ Damit gemeint sind nicht zu dünne, aber auch nicht zu dicke leicht isolierte Jacken und Hosen aus Windstopper-Material. Dünne, nicht bis in die Hose ragende Sommersocken, sind zu vermeiden. Eine leichte Haube oder ein Stirnband sind wie dünne Handschuhe ratsam.
Nicht zu warme Kleidung
Wichtig ist es beim Laufen im Winter nicht zu überhitzen. Mehrere, flexibel kombinierbare Schichten sind deshalb ratsam. „Lieber am Start kurz frieren als nach fünf Minuten schwitzen“, lautet Triathlet Polkas Insidertipp.
Schuhe mit gutem Profil, eventuell leichte Spikes
„Die Sohle der Laufschuhe sollte ein gutes Profil haben, das bei rutschigen Untergründen verlässlich greift. Überdies gibt es Spikes, die über den Schuh ziehbar sind“, empfiehlt Constance Mochar. Ob die Schuhe „wasserdicht“ (Gore Tex o.ä.) sein sollten ist individuell zu entscheiden. Jedenfalls sollten die Schuhe trocken sein, wenn man losläuft, um ein Kälteproblem zu vermeiden.
Nicht nur Laufen
Ob aus Leidenschaft wie Markus Polka, der als passionierter Triathlet auch Rad fährt und schwimmt, oder aus Lust an der Abwechslung – ratsam ist es, zusätzlich zum Dehnen und Beweglichkeit-Trainieren auch andere Sportarten zu betreiben, um den Köper der Verletzungsprävention wegen unterschiedlich zu belasten.


„Meine Basiskondition, etwa fürs Tennisspielen, hole ich mir beim Laufen.“
Christian Scheider, Bürgermeister von Klagenfurt
PRODUKT-TIPPS
(WINTER-)LAUFSCHUHE
Zentral bei Laufschuhen im Wintereinsatz ist die Sohle, die jedenfalls nicht bereits abgelaufen sein sollte. Ob man zu Straßenmodellen (bessere Dämpfung, weniger grobe Sohle) wie etwa dem Hoka Clifton (€ 160,– | mit Gore-Tex € 170,–) oder Trailrunningmodellen (weniger gedämpft, gröbere Sohle) wie dem Hoka Speedgoat (€ 160,– | mit Gore-Tex € 180,–) greift, hängt vom erwarteten Untergrund ab. Wasserdicht (Gore Tex u.a.) ist Geschmacksache.
www.hoka.com
SPIKES
Zwar gibt es Laufschuhe mit fix in die Sohle verbauten Spikes. Der Flexibilität wegen sind aber Spikes-Modelle mit kurzen Zacken, mit denen man auch auf Asphalt unterwegs sein kann, ratsam. Bewährt haben sich die Snowline Hexa (€ 40,–): ideal auf Asphalt und bei Eis. Alternativ gibt es die Snowline Trail (€ 50,–) für gepressten Schnee und fürs Gelände.
www.snowlinespikes.com
SOCKEN
Nicht ganz dünn und keinesfalls freie Haut zwischen Sockenbund und Hosenbeginn freilassend müssen Winterlaufsocken sein. Empfehlenswert sind etwa Modelle von Falke wie die RU3 Comfort Running Socken (€ 20,–), die etwas dünneren RU4 Endurance Wool Running Socken (€ 23,–) oder die RU Compression Stabilizing Running Socken (€ 24,–).
www.falke.com
BASE- & MIDLAYER
Für die innerste Schicht und die damit harmonierende zweite darüber ist eine leicht wärmende, Schweiß abtransportierende bzw. Schweiß aufnehmende Kombination ideal. Top Erfahrungen gemacht haben wir mit dem Pro T-Shirt (€ 65,–) bzw. Shirt (€ 80,–) von Skinfit als Baselayer und darüber dem Campello Shirt (€ 100,–) bzw. dem Buffalora Shirt mit Stehkragen (€ 130,–). Als Unterhosen ideal sich Pro Slip (€ 40,–), Pro Plus Shorts (€ 70,–) sowie Pro Plus Tights (€ 110,–).
www.skinfit.eu
JACKEN & HOSEN
Warm, aber keinesfalls zu warm, atmungsaktiv, winddicht und Feuchtigkeit draußen haltend sollten Laufjacken und -hosen sein. Löfflers neues, grünes „Airblocc“ Softshellmaterial bietet sich dafür an, als warmes Jacket Calido AB Warm (€ 249,99) sowie dünneres Jacket Farido CF AB Light (€ 239,99). Als Hosen warm genug, auch ohne Schicht darunter, sind die Tights AB Warm (€ 119,99) sowie die dünneren Long Tights DD (€ 99,99).
www.loeffler.at
KOPF & HÄNDE
Leicht, Schweiß abtransportierend und vor Wind schützend sollten Lauf-Kopfbedeckungen sein. Ob Stirnband oder Haube ist temperaturabhängig. Löfflers „Airblocc“ Hat (€ 37,99) bzw. „Airblocc“ Headband (€ 27,99) leisten das bestens. Klassisch zweckerfüllend als Laufhandschuhe sind die Thermo Gloves (€ 37,99).
www.loeffler.at
STIRNLAMPEN
Klein, leicht, ausreichend Licht gebend und möglichst auch noch über ein „Rücklicht“ verfügend soll eine Lauf-Stirnlampe sein. Beste Erfahrungen haben wir mit der alle Funktionen bietenden Silva Smini w. Rear Light (€ 54,99) gemacht.
www.silvasweden.com










































